Selbstmitgefühl. Bist du dir selbst Freund oder Feind?

Montags-Impuls_ Selbstmitgefühl

Versetze dich einmal zurück in eine der folgenden Situationen:

Du hast einen Fehler gemacht.
Etwas ist nicht so gelaufen, wie du es dir gewünscht hast.
Du wirst kritisiert.
Du konntest der Verlockung nicht widerstehen und bist schwach geworden.
Du hast deine guten Vorsätze gebrochen.
Du bist bei einem Vorhaben „gescheitert“.
Du hast eine Absage erhalten.
Du hast einen schlechten Tag.
Dir fehlt der Antrieb für deinen Alltag.

Wie gehst du mit dir selbst in diesen Momenten um?

Oft hagelt es innere Vorwürfe und Selbstkritik. Wir werten uns ab, machen uns klein und verurteilen uns selbst. Wir fühlen uns minderwertig und allein. Wir sind überzeugt, dass alle anderen ihr Leben besser auf die Reihe bekommen und nur wir selbst unfähig sind. Dass etwas mit uns nicht stimmt. Wir fühlen uns getrennt von unseren Mitmenschen und ziehen uns zurück.

Sobald wir erkennen, dass wir in eine Spirale des Selbstmitleides abtriften, reißen wir uns innerlich am Riemen: Sei stark! Steh‘ auf! Halte durch! Beiß‘ die Zähne zusammen!

Eine Kundin von mir beschrieb mir das einmal so:
„Es ist, wie als würde so ein fieser Mensch neben mir herlaufen, der die ganze Zeit anklagend auf mich einredet und mich komplett runter putzt.“

Wie groß ist dann dein Selbstvertrauen und deine Motivation einen neuen Anlauf zu wagen?

Das, was du in diesen Momenten wirklich brauchst, ist jemand, der dich liebevoll in den Arm nimmt und dir sagt: Du bist ok, genau so wie du gerade bist.

Selbstmitgefühl

Selbstmitgefühl ist laut Kristin Neff (* Buchempfehlung) die Fähigkeit, uns in schwierigen Momenten mit

  • Freundlichkeit
  • Mitmenschlichkeit und
  • Achtsamkeit

zu begegnen. Uns Verständnis und Wohlwollen entgegen zu bringen, wie es ein guter Freund oder eine gute Freundin tun würde. Uns verständnisvoll zuzuhören und zu trösten. Uns zu ermutigen und eine helfende Hand zu reichen.

Studien belegen, dass Dreiviertel der Bevölkerung in entwickelten Ländern mitfühlender mit anderen als mit sich selbst umgehen.

Frieden beginnt bei dir …

Dabei schadet die feindselige Selbstverurteilung nicht nur unserer psychischen und körperlichen Gesundheit, sondern auch unseren Beziehungen. Wer hart mit sich selbst ins Gericht geht, verhärtet auch gegenüber anderen.

Jeder Mensch durchlebt schwierige Zeiten.
Wir machen Fehler und scheitern an einigen Vorhaben.
Wir können es nicht allen recht machen und werden kritisiert.
Wir sind ab und an antriebslos und haben auch schlechte Tage.
Wir sind nicht perfekt. Das ist menschlich.

Wer sich selbst mit Mitgefühl begegnet, kann herausfordernde oder belastende Situationen besser bewältigen.

Versuche es diese Woche einmal selbst.
Wenn du in eine der oben genannten Situationen kommst, übe dich in Selbstmitgefühl:

  1. Achtsamkeit 
    Nimm‘ achtsam wahr, wie es dir in diesem Moment geht.
    Beobachte welche Gefühle und Gedanken auftauchen – ohne diese zu bewerten, zu verdrängen oder zu dramatisieren.
    Nimm‘ an, was ist.
  2. Mitmenschlichkeit
    Mache dir bewusst, dass du nicht allein bist. Begegne dir mir Verständnis. Erlaube dir, menschlich statt perfekt zu sein.
  3. Freundlichkeit
    Sei dir selbst ein guter Freund. Was tut dir jetzt gut? Was brauchst du, um dich zu stärken?

Ich wünsche dir in dieser Woche mehr Mitgefühl für dich selbst,
Katja

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