Wie dir Minimalismus auf dem Weg zur Berufung hilft …

Montags-Impuls_ Minimalismus

Im letzten Jahr habe ich eine kleine, spielerische Entrümpelungs-Challenge gestartet:
Minus 100 Dinge in 5 Tagen.

Dieses Jahr bin ich ein paar Schritte weiter gegangen.

Dabei ist mir klar geworden, wie uns ein minimalistischer Lebensstil auf dem Weg zu unserem wahren Selbst und unserer Berufung helfen kann.

Minimalismus

Was verbindest du mit Minimalismus?

Das Prinzip des Minimalismus spiegelt sich für mich am besten in einem Zitat von Michelangelo wider:

„David was always there in the marble.
I just took away everything that was not David.“

 

In deinem Leben bist du David und Michelangelo in einer Person.

Beim Minimalismus geht es nicht darum, eine bestimmte Anzahl von Dingen zu besitzen, starren Regeln zu folgen oder komplett auf Konsum zu verzichten.

Für mich ist Minimalismus ein Lebensstil, bei dem ich mich auf das Wesentliche konzentriere. Auf die Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Die mich zufrieden und glücklich machen – unabhängig von den komplexen Erwartungen meiner Mitmenschen oder dem gesellschaftlichen Maßstab.

Jeder entscheidet selbst, wie viel oder wenig es tatsächlich braucht.

Minimalismus ist die (freiwillige) Entscheidung für ein „einfaches Leben“. Diese Einfachheit entsteht nicht allein durch weniger Besitz, sondern vor allem durch die persönliche Passung.

Das fühlt sich leichter, freier und selbstbestimmter an.

Deine 4 Wände = Dein Gestaltungsfreiraum

Die eigenen 4 Wände sind in der Regel ein Ort, den wir weitestgehend selbst gestalten können bzw. gemeinsam mit (selbstgewählten) Mitbewohnern einrichten.

Damit ist unser Wohnraum ein gutes Übungsfeld für andere Lebensbereiche.

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich unser Zuhause genauer unter die Lupe zu nehmen, um zu prüfen ob es noch zu unseren Bedürfnissen und Interessen passt. Ob wir uns in unserer Privatsphäre wohl fühlen.

Stelle dir dabei 3 Fragen:

1. Was passt zu mir und meinem aktuellen Leben und gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich es benutze?
– Das darf bleiben.

2. Was passt nicht mehr und/oder gibt mir kein gutes Gefühl?
– Das darf gehen bzw. ausgetauscht werden.

3. Was brauche ich wirklich noch, um mich besser oder wohler zu fühlen?
– Das kommt auf die handverlesene und exklusive Wunschliste.

Regelmäßig eine gründliche Inventur zu machen, hilft das eigene Leben im Überblick zu behalten. Du wirst dich wundern, was sich im Laufe der Zeit für Dinge ansammeln, von denen du nicht einmal wußtest, dass du sie besitzt.

Beim Entrümpeln können wir das Gespür für unsere eigenen Bedürfnisse sowie unsere Entscheidungs- und Gestaltungsfreude trainieren. Davon profitieren wir in anderen Bereichen, wie z.B. unserem Arbeitsumfeld oder der Freizeitgestaltung.

Für „Lieblinge“ entscheiden

Ein „Quantensprung“ bei meinem diesjährigen Minimalismus-Projekt war ein grundlegender Perspektivenwechsel, inspiriert durch das Buch „Einfach Leben“ von Lina Jachmann.

Statt im negativen Sinne zu überlegen, was weg kann, empfiehlt sie positiv zu bestimmen, was wir behalten wollen. Das hilft sich auf das wirklich Wesentliche und die Dinge, die uns Freude bereiten, zu fokussieren.

Nachdem mich beim Blick ins Bücherregal immer öfter das schlechte Gewissen angesichts halb oder nie gelesener Bücher plagte, habe ich beschlossen, hier anzufangen. Doch diesmal entschied ich nicht danach, welche Bücher ich weggebe, sondern welche 36 Lieblingsbücher (für meine fast 36 Lebensjahre) ich auf jeden Fall behalten möchte.

Aus diesem Blickwinkel ist es mir leichter gefallen, über 150 Bücher loszulassen.

Einige Bücher habe ich verschenkt, was mir und meinen Mitmenschen schöne Freudenmomente beschert hat. Die meisten Bücher habe ich verkauft und zumindest noch 150 EUR eingenommen.

Wenn ich jetzt in mein Bücherregal schaue, dann habe ich ein gutes Gefühl und erkenne mich selbst in den Büchern, die meinen Weg geprägt haben (wie z.B. The Big Five for Life) und meinen aktuellen Interessen entsprechen (u.a. Positive Psychologie, Berufung, Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit, Minimalismus, Social Entrepreneurship).

In diesem Jahr wird für jedes neue Buch ein „altes“ Buch gehen – mit einer Ausnahme: ein Exemplar mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ wird mein Bücherregal bereichern. Ich bin gespannt, welches Buch das sein wird.

Empfehlungen sind herzlich willkommen!

Wechselwirkung Innen und Außen

Meist beginnt der Weg zum Minimalismus mit dem Entrümpeln und Loslassen von Besitztümern. Doch schon beim Schaffen dieser äußeren Ordnung stoßen wir an grundlegende und große Fragen:

  • Wie will ich leben?
  • Was macht mich wirklich zufrieden und glücklich?
  • Womit möchte ich meine Lebenszeit verbringen?

Die äußere Bestandsaufnahme und das Aussortieren der Dinge hat immer auch einen Einfluss auf unsere inneren Zustände. Ordnung im Außen zu schaffen, provoziert auch die Klärung unserer Gedanken und Gefühle. Hilft uns Antworten zu finden. So kann äußere Leere, innere Fülle generieren.

Weniger Zeug, mehr Spielraum fürs Sein

Es mangelt oft nicht an Dingen.
Uns fehlt eher die Zeit.

Was auch daran liegen könnte, das wir versuchen, einige unserer Bedürfnisse mit materiellen Dingen zu befriedigen. Etwas in der Hand zu halten, erscheint uns vielversprechender als Zeit in etwas zu investieren, dass weniger greif- oder sichtbar ist, wie z.B. Beziehungspflege oder unserer persönliche Entwicklung.

Doch alles, was wir besitzen, muss gepflegt, gekauft und verdient werden.

Wer mehr HABEN will, hat weniger Zeit fürs SEIN.

Dabei landen wir schnell im Hamsterrad, um einen Lebensstandard aufzubauen, der dem Vergleich zum Vorjahr oder den Nachbarn stand hält. Selbst wenn uns das, womit wir unser Geld verdienen, schon längst nicht mehr zufrieden stellt.

Die Gefahr ist, dass wir diese Unzufriedenheit mit Konsum und Frust-Shopping kompensieren und damit nur noch schneller am Hamsterrad drehen.

Minimalismus hilft, uns weniger über unser Haben zu definieren und mehr mit unserem Sein auseinanderzusetzen.

Je besser du dich selbst kennst, desto klarer erkennst du, was dir wirklich wichtig ist.
Weniger ist soviel mehr!

Ich wünsche dir, dass du nur den Dingen einen Platz in deinem Leben schenkst, die zu dir passen,
Katja

P.S. Save-the-Date: Am 12. Februar findet der nächste Montags-Impuls-Abend statt.

 

Dein Motivationskick für den Wochenstart:

– immer montags in deiner Inbox.

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… für mehr Freude und Sinn im (Job-)Alltag.

Los geht’s …

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