Wie großzügig bist du? Das Prinzip des Gebens

Montags-Impuls_ Wie großzügig bist du?

Seit drei Wochen probiere ich mit drei Freunden den Working Out Loud Circle (kurz: WOL) aus. Dabei geht es darum über 12 Wochen Beziehungen aufzubauen, die uns helfen können, z.B. eine neue Fähigkeit zu erlernen oder ein Ziel zu erreichen. Wie das genau funktioniert und welche Erfahrungen ich dabei gesammelt habe, werde ich am Ende berichten.

Heute möchte ich einen einfachen Test aus Woche 3 mit dir teilen:

Der Großzügigkeits-Test

In diesem Test geht es darum jemandem, den wir nicht kennen, die Tür aufzuhalten und darauf zu achten, welche Gedanken und Gefühle wir im Moment der Entscheidung, während wir die Tür aufhalten und danach haben.

Meine Erfahrungen gleichen denen von John Stepper, dem Begründer von Working Out Loud:

1. Wenn ich mich dazu entscheide, die Tür aufzuhalten, fühle ich mich gut. Ich bin dabei, etwas Gutes zu tun.
2. Ich schaue die Person an und lächle freundlich, während ich die Tür aufhalte und mache eine einladende Handbewegung, „nach Dir“.
3. Wenn sich die Person bedankt, gibt mir das noch einmal ein gutes Gefühl. Ich fühle mich bestätigt, dass es richtig ist, Gutes zu tun. Doch wenn der Dank ausbleibt, spüre ich innerlich Wut aufsteigen. So ein unhöflicher Idiot!

Nicht sehr nett und großzügig von mir, oder?

Geben und Nehmen

Adam Grant, Autor des Buches „Geben und Nehmen: Erfolgreich sein zum Vorteil aller“ unterteilt Menschen in drei Kategorien: Nehmende (Taker), Vergleichende (Matcher) und Gebende (Giver).

Vor diesem Test hätte ich mich als Gebende empfunden. Doch wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, spricht das Ergebnis eher für eine Vergleichende. Denn ich habe die Tür nicht wirklich für die andere Person aufgehalten, sondern für das gute Gefühl, was der Dank mir schenkt. Wenn der Dank ausbleibt, bin ich enttäuscht. Dabei hat die Person mich nie darum gebeten, ihr die Tür aufzuhalten. Vielleicht ist sie gedanklich ganz woanders, so dass sie die geöffnete Tür gar nicht registrieren konnte.

Wie großzügig bist du?

Der Schlüssel zu echter Großzügigkeit liegt darin, sich vom Resultat zu lösen. Die Tür aufzuhalten, weil wir das wollen und nicht, weil wir ein Dankeschön dafür erwarten. Ein Lächeln zu schenken, weil wir der Welt gern freundlich begegnen wollen, auch auf die Gefahr hin, dass unser Gegenüber mürrisch bleibt. Aus uns selbst heraus und unserer Überzeugung zu agieren, anstatt abhängig von der Reaktion anderer zu sein.

Ich glaube, dass wir so die Beziehungen zu unseren Mitmenschen vertiefen können – ohne zu Manipulieren, Aufzurechnen oder Erwartungsdruck zu erzeugen.

Wir spüren intuitiv, ob unser Gegenüber ein echtes Interesse an uns hat oder für sich selbst handelt.

Der Kreislauf des Gebens

Ich habe irgendwann für mich erkannt, dass nicht jede großzügige Geste direkt von meinem Gegenüber erwidert wird bzw. erwidert werden kann. Das Prinzip des Gebens basiert nicht auf direktem Austausch. Es ist eher ein Kreislauf. Ich gebe etwas rein und irgendwann wird auch mir jemand etwas geben. Die „Energie“ geht nicht verloren. Nur kommt sie oft auf Umwegen zu uns zurück oder aus einer ganz anderen, überraschenden Richtung.

Beobachte dich in den kommenden Tagen in deinem Alltag, im Umgang mit anderen Menschen. Wie großzügig bist du?

Ich möchte dich einladen, in dieser Woche immer wieder kleine Gesten der Großzügigkeit mit deinen Mitmenschen zu teilen – einfach aus dem guten Gefühl, etwas Gutes zu tun.

Ich wünsche dir eine großzügige Woche,
Deine Katja

P.S. Bis zum 22. Oktober gönne ich mir eine Woche Auszeit in Portugal. Daher wird es an diesem Montag keinen Montags-Impuls geben. Wenn du nicht auf meine Inspiration verzichten möchtest, dann melde dich schnell noch für den kostenfreien Online-Kongress „15 Wege zu mehr Freude im Job“ an. Dort kannst du dir am 22. Oktober ein Interview mit mir anschauen, in dem ich die Frage beantworte, wie wir in kleinen Schritten den Montagsblues entkommen können:

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