Wie schaffst du das alles? Ein Geständnis …

Montags-Impuls_ Geständnis

In letzter Zeit werde ich öfter gefragt:

Wie schaffst du das alles?

Hier und heute muss ich dir etwas gestehen:

Ich mache nicht ALLES!

Ich schaffe das, was mir wichtig ist, weil ich ganz viel NICHT tue:

Ich putze nie meine Fenster.

Um Zeit für Freunden zu finden, bleibt die Hausarbeit öfter ein paar Tage liegen.
(Aller 2 Wochen gönne ich mir eine Hausfee.)

Ich dekoriere selten unsere Wohnung.
(mit Ausnahme von Weihnachten)

Ich koche keine Gerichte, die länger als 20 Minuten Arbeitszeit in Anspruch nehmen.
(5 Zutaten, 10 Minuten: Einfach gekocht, schnell gekocht.)

Ich kann weder stricken noch nähen, und tue es folglich nicht.

Ich gehe selten shoppen oder Schaufenster bummeln.

Meinen Kleiderschrank habe ich auf 33 Teile pro Saison reduziert.
Damit spare ich Zeit bei der morgendlichen Auswahl (und der Anschaffung).

Ein wesentliches Kriterium beim Kauf dieser Lieblingsteile ist „knitterfrei“.
Denn ich bügle meine Sachen so gut wie nie.

Beim Kauf jeglicher Dinge und Dienstleistungen verbringe ich kaum Zeit mit Angebotsvergleichen.
(Ich vertraue auf persönliche Empfehlungen oder mein Bauchgefühl.)

Ich gehe nicht ins Fitness Studio.
(Unser Hund Paula sorgt für meine tägliche Bewegungseinheit.)

Ich schaue keine Serien.
(… weil ich weiß, dass ich darauf hängen bleiben würde …)

Überhaupt gucke ich wenig Fernsehen.
(Werde ich das am Ende meines Lebens bereuen?)

Ich lese momentan weder Tageszeitungen noch Online-Nachrichten.
(mit Ausnahme von ein paar Good News hier und da)

Ich bin nicht mehr aktiv in Facebook-Gruppen.
(Hab’s versucht, macht mir keinen Spaß. Die Montags-Impuls Gruppe habe ich vorerst archiviert.)

Ich investiere keine Zeit in Kalt-Akquise.
(Ich glaube nicht daran und damit ist es wenig erfolgsversprechend.)

Ich gehe öfter nicht ans Telefon.
(vor allem, wenn ich gerade produktiv arbeite)

Ich antworte nicht gleich auf Nachrichten und Emails.

Ich verbringe immer weniger Zeit mit Gedanken, Diskussionen oder zum Scheitern verurteilten Versuchen, in Bezug auf Dinge, die ich nicht ändern kann.

Ich vergleiche mich nicht mit anderen.

„Was einen anderen glücklich macht,
muss nicht unbedingt auch dich glücklich machen,
und umgekehrt.“

(Gretchen Rubin)

Entscheidend ist, dass du dir selbst darüber im Klaren bist, was FÜR DICH persönlich WICHTIG im Leben ist.

Und ja: Auch einige meiner selbst gesteckten Ziele erreiche ich nicht.

Im Rahmen der Persönlichen Jahresbilanz hatte ich mir das 90-Tage-Ziel gesetzt, die Montags-Impulse auch als Audio zur Verfügung zu stellen. Ich wollte HEUTE meinen ersten Podcast launchen.

Leider nein!

Es hat nicht geklappt.
Gründe gab es viel.
Unterm Strich: Etwas anderes war wichtiger.

Willkommen in meinem Leben.

Letzte Woche habe ich neue Inspiration für das Projekt Podcast gewonnen.
Sandra Holze hat meine Motivation neu entfacht.
Dabei musste ich schmunzeln: Mein Vertrauen, dass sich alles fügt, wenn die Zeit reif ist, solange ich das Ziel im Blick behalte, hat sich bestätigt: Ich spare die Zeit, die ich mit den Fragen rund um die Technik, etc. verbracht hätte.

Dabei begeistert mich vor allem ihre pragmatische Herangehensweise: Einfach machen!

Und damit zum wichtigsten Punkt auf der Liste:
Ich strebe nicht nach Perfektion.

Ich lade dich ein, dir eine „NOT To Do-Liste“ zu schreiben mit allen, was du in Zukunft weniger oder nicht mehr tun willst.

Ich wünsche dir in dieser Woche mehr Mut zur Lücke zugunsten deiner persönlichen Prioritäten,
Katja

P.S. Eigentlich wollte ich dir heute Grüße aus Portugal schicken. Das wäre meine Belohnung gewesen für das, WAS ICH im ersten Quartal ALLES GESCHAFFT habe.

Leider hat uns die Schwerkraft nicht abheben lassen. Nach 15 Stunden Warten am völlig überfüllten Flughafen, davon 4 Stunden IM Flieger, mussten wir unsere Reise um Mitternacht abbrechen.

Kurios, dass der letzte Montags-Impuls wie die Faust aufs Auge passt. Dieses Erlebnis war eine Übung für Fortgeschrittene in Akzeptanz. Wir machen das Beste draus und konzentrieren uns auf das Wesentliche: Familienzeit.

P.S.S. Damit es im zweiten Quartal mit dem Podcast klappen könnte, habe ich mir Unterstützung geholt. Wie die Jungfrau zum Kinde, kam ich zu meiner ersten Praktikantin: Jessica.
Herzlich Willkommen in unserem 2-er Team!
Ich freue mich riesig auf den Austausch.

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