Was bedeutet wahre Freiheit?

Montags-Impuls_ Freiheit

Meine Jahrescollage ist eine meiner größten Inspirationsquellen für die Montags-Impulse. Dort stolpere ich öfter über Bilder oder Sprüche, die ich intuitiv ausgewählt hatte, doch deren tiefere Bedeutung sich mir erst im Laufe des Jahres erschließt.

Genauso war es auch mit einem Zitat, dass bereits zum Jahresanfang starke Resonanz ausgelöst hat:

„Echte Freiheit
ist nicht die Freiheit von etwas,
sondern die Freiheit zu etwas.“
(Unbekannt)

Zwei Arten von Freiheit

Bis dahin hatte ich für mich keine Unterscheidung getroffen. Freiheit war für mich etwas, dass ich eher im Sinne der Freiheit „von etwas“ verstanden habe, dem Freisein von Zwängen und Einschränkungen. Diese Freiheit wird häufig als erste oder negative Freiheit bezeichnet. Doch sie ist eine große Errungenschaft, für die andere Menschen meist ihr Leben lang gekämpft haben bzw. noch kämpfen, z.B. die Meinungsfreiheit. Daher empfinde ich das Attribut „negativ“ in dem Zusammenhang als unpassend. Es handelt sich eher um eine passive Freiheit.

Wir haben in diesem Jahr durch Corona erfahren, wie es sich anfühlt von außen in unserer Freiheit eingeschränkt zu werden. Durch die Kontaktbeschränkungen waren wir weniger frei in unseren Handlungen und oftmals auf uns und unsere eigenen vier Wände zurück geworfen. Eine ungewohnte Erfahrung, die uns bewusst macht, welche Freiheiten wir sonst in unserem Alltag genießen.

Wahrhaftig frei

Dennoch ist es nur die halbe Wahrheit, denn die passive Freiheit bereitet lediglich den Boden für die zweite, echte Freiheit – die Freiheit „zu etwas“. Nur weil wir die Freiheit haben, unsere Meinung frei zu äußern oder uns frei zu bewegen, bedeutet das nicht, dass wir diese Möglichkeiten auch nutzen. Echte, in meinem Verständnis aktive Freiheit, erfordert Mut und Eigenverantwortung. Nur so können wir wahre Freiheit erfahren und uns frei entfalten.

„In der eigenen Lebensquelle steckt die Freiheit,
sich selbst zu erschaffen.“
(Osho)

Ich lade dich ein, mit diesem Verständnis durch deine Woche zu gehen.
Welche Freiheiten genießt du (passiv)?
Erkenne diese dankbar an. Sie sind nicht selbstverständlich.
Welche Freiheiten nutzt du aktiv oder könntest du aktiver nutzen?
Wann fühlst du dich wahrhaft frei?

Ich wünsche dir, dass du dein Leben in wahrer Freiheit leben kannst,
Katja

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