Patchwork bezeichnet ein „Flickwerk“, bei dem einzelne Element aus verschiedenen Quellen zu einem neuen Ganzen zusammengesetzt werden.
Ist es Zufall, dass in PatchWORK das Wort Arbeit steckt?
Das Prinzip lässt sich in jedem Fall wunderbar auf unser Berufsleben übertragen.
Job-PatchWORK
Ich bin PatchWorkerin.
Freiwillig.
Ich bin BerufungsCoach.
Ich schreibe als „Bloggerin“ Montags-Impulse.
Ich bin Mitbegründerin des Konnektiv62.
Dort bin ich u.a. Veranstaltungsmanagerin beim Organisieren von Workshops und Events.
Ich engagiere mich ehrenamtlich bei Lassesunstun.
Und ich bin Mama, habe einen Hund und ein Haus mit einem (ganz schön großen) Garten.
Durch dieses PatchWork-Modell, dass ich mir in den letzten 7 Jahren gestaltet habe, kann ich viele meiner persönlichen Interessen und Lebensziele verfolgen.
Im Grunde sind viele Menschen in einer PatchWork-Situation, zum Beispiel wenn wir …
… Erwerbs- und Familienarbeit miteinander vereinbaren.
… neben dem Job ein zeitintensives Hobby betreiben.
… nebenberuflich selbstständig sind.
… Angehörige pflegen.
… uns ehrenamtlich engagieren.
… ein Haus bauen oder eine Wohnung renovieren.
… eine berufsbegleitende Weiterbildung machen.
… mehrere (Brot- und Butter-)Jobs benötigen, um unseren Lebensunterhalt zu finanzieren.
… häufig den Job wechseln, d.h. Jobhopping, betreiben.
PatchWork kann aufgezwungen und anstrengend sein.
In Deutschland hat der berufliche „Bauchladen“ kein besonders gutes Image.
Allerdings kann PatchWork auch ein geeigneter Weg sein, um unseren Traumberuf zu basteln.
Laut zahlreicher Experten ist PatchWork sogar das Arbeitsmodell der Zukunft.
Im Wandel der Arbeitswelt werden PatchWork-Karrieren zur Normalität.
Buntgefächerte Arbeit
Wir Menschen sind komplexe Persönlichkeiten.
Jeder von uns hat vielfältige Interessen und Talente.
Meist werden diese in der Freizeit ausgelebt.
Dabei steckt in vielen „Hobbys“ auch ein berufliches Potenzial.
Das muss man nicht nutzen.
Wer will, der kann.
„Lebe deine Vielfalt“ – das ist der Aufruf von Beate Westphal in ihrem Job-Patchwork-Buch (*Werbung).
Auf Dauer fühlen sich viele Menschen in einem Job nicht ausgefüllt.
Die Abwechslung fehlt. Langeweile droht.
Einige liebäugeln mit anderen Berufsbildern oder einer Selbstständigkeit.
Doch die meisten scheuen das Risiko, ihren sicheren Job für eine unerprobte Tätigkeit an den Nagel zu hängen.
Gerade in dieser Situation ist das Job-PatchWork ideal, um sich auszuprobieren.
Der Job im Angestelltenverhältnis oder in einer etablierten Selbstständigkeit sichert das regelmäßige Einkommen (und die soziale Absicherung).
Auf dieser Basis lässt sich das neue berufliche Terrain leichtfüßiger erkunden.
Im Buch 4-Stunden-Startup (*Werbung) teilt Felix Plötz Tipps und Tools, wie wir neben dem Job neue Geschäftsideen zeit- und kosteneffizient testen sowie professionell umsetzen können.
Im Blog www.patchwork-arbeit.de (Werbung) berichten Alicia und Ricarda aus ihrem bunten Alltag als kreative PatchWorkerinnen.
PatchWork als Bereicherung
Zwei oder mehrere Jobs gleichzeitig auszuüben, muss dabei nicht als doppelte Belastung empfunden werden. Ich erlebe oft, dass Menschen aus dem freiwilligen „Nebenerwerb“ frische Motivation und Energie sowie neue Ideen und Kompetenzen für ihren „Brot- und Butter-Job“ ziehen.
Der Wechsel zwischen verschiedenen Aufgabenfeldern erweitert das Know-How und das Netzwerk. Auch unsere Kreativität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit werden gefördert. Nicht zuletzt machen wir uns finanziell unabhängiger (von einem Arbeit- und Geldgeber). Denn auf einem Bein steht man im Zweifelsfall wackliger als auf mehreren.
So unterschiedlich die „Flicken“ eines PatchWorks auch sein mögen, wir als Person sind immer das Verbindungselement. Bei uns passen alle Stücke dann doch zusammen. Die Teile verbinden sich zu einem großen Ganzen. Aufgefädelt am roten Faden, der sich durch unser Leben zieht.
Ich wünsche dir, dass du in dieser Woche deiner Vielfalt Ausdruck geben kannst,
Katja
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