Durchsetzungsfähigkeit. Freundlich, aber klar für dich eintreten

Montags-Impuls_ Durchsetzungsfähigkeit

Ist es dir auch so ergangen?

Die vergangene Woche bot jede Menge Gelegenheiten, Gelassenheit zu üben.

Die Hundeleine zuhause vergessen …
Den Kaffee über meinen Lieblingssessel geschüttet …
Die Vertrauensfrage für eine neue Zusammenarbeit …
Ein Missverständnis zwischen Tür und Angel …
Und alles, was ein kleines Lebenswunder an Geduldsproben mit sich bringt …

Es war als hätte mich der Montags-Impuls zur Meisterprüfung herausgefordert.

In den meisten Situationen ist es mir gut gelungen, kurz innezuhalten, Ruhe zu bewahren und nach einer geeigneten Lösung zu suchen, anstatt mich aufzuregen: Mein Laptop-Tragegurt wurde zur Hundeleine umfunktioniert und ich habe das Wundermittel „K2r Fleckenspray“ entdeckt.

Eine gute Schule für mein Improvisationstalent und den Mut, um Hilfe zu bitten.

Und dann gab‘ es zwei Situationen, in denen mir klar wurde, dass es manchmal mehr als Gelassenheit braucht.

Balance halten: die „Geschwistertugenden“

 

„Das Leben ist wie Fahrrad fahren.
Um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.“

Albert Einstein

Es genügt beim Fahrradfahren nicht, vorwärts zu treten. Wir machen mit dem Lenker kontinuierlich kleine Bewegungen, um den Untergrund auszugleichen. Steuern mal mehr nach links und mal mehr nach rechts. Wenn wir jedoch zu stark auf eine Seite lenken, fahren wir entweder im Kreis oder fallen auf die Straße.

Dieses Prinzip gilt auch für die Gelassenheit.

Jede Eigenschaft hat eine Licht- und eine Schattenseite (vgl. Wertequadrat). Wenn wir den guten Kern der Gelassenheit übertreiben, kippt diese Tugend in eine Untugend: Gleichgültigkeit, „Laissez-Faire“-Haltung, Passivität, Distanziertheit.

Dieses „Zuviel“ führt zu einem Verhalten, dass sich negativ auswirken kann – der Sturz vom Fahrrad.

Damit wir nicht ins Extrem verfallen, braucht es ein Gegengewicht, das mit der Gelassenheit Hand in Hand geht – die sogenannte „Geschwistertugend“.

Diese ergänzenden, vermeintlich widersprüchlichen Eigenschaften sind z.B. Durchsetzungsfähigkeit, Engagement und Ernsthaftigkeit.

Wiederum besteht die Gefahr, dass diese „guten“ Eigenschaften ohne die Gelassenheit ebenfalls in ihr Extrem kippen: Rücksichtslosigkeit, blinder Aktionismus und Verbissenheit.

Nur, wenn wir beide Fähigkeiten – Gelassenheit und Durchsetzungsfähigkeit – „im Gepäck“ haben, verfügen wir über Gestaltungsfreiheit. Dann können wir je nach Situation angemessen agieren. So entsteht eine dynamische Balance.

Persönliche Entwicklung

Die zwei oben angedeuteten Situationen waren meine Lehrmeister.

Mein erster „gewohnter“ Impuls war, in passiven Widerstand zu gehen, mich zurückzuziehen und mein eigenes Ding zu machen. Scheinbar gelassen, allerdings innerlich brodelnd.

Dabei ging es eigentlich darum,

  • ein von mir wahrgenommenes Missverhältnis klar und deutlich anzusprechen
  • für mich und meine Bedürfnisse einzustehen
  • meine Wünsche in der Zusammenarbeit bzw. Beziehung mutig zum Ausdruck zu bringen

Entscheidend ist, auf welche Art und Weise wir das tun.

Ich kann freundlich bleiben (= gelassen), aber in der Sache klar sein (= durchsetzungsfähig).

In einem Moment ist mir das besser gelungen,
im anderen schlechter.

Mit den entsprechenden Ergebnissen 🙂

Auf in eine neue Übungswoche …

Ich wünsche dir eine gelassen-durchsetzungsfähige Woche,
Katja

 

Dein Motivationskick für den Wochenstart:

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Los geht’s …

1 Kommentare

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