Für mich persönlich beginnt ein Paradigmenwechsel nicht mit einer neuen, fertigen Antwort.
Sondern mit dem Ausprobieren anderer Ansätze im Miteinander.
Rückblick auf das Konnektiv62 BarCamp
Reichlich zwei Wochen nach unserem BarCamp New Work & Neues Wirtschaften zum Motto Paradigmenwechsel wirken bei mir weniger einzelne Inhalte nach, sondern das, was zwischen uns, den Menschen im Raum, passiert ist.

Da war neugierige Offenheit.
Echtes Interesse aneinander.
Das Gefühl, nicht allein zu sein mit den eigenen Fragen.
Unterschiedliche Perspektiven, die nebeneinander stehen durften.
Austausch, ohne überzeugen zu wollen.
Vielfalt, die sich gegenseitig befruchtet hat.
Verbundenheit.
Und bei mir vor allem: Zuversicht.

Zuversicht, weil spürbar wurde, was entstehen kann, wenn Menschen nicht nur darüber sprechen, was nicht mehr funktioniert, sondern gemeinsam erkunden:
Was wollen wir stattdessen in die Welt bringen?
Für mich liegt darin ein wesentlicher Teil unseres Anliegens mit dem BarCamp und auch mit dem Konnektiv62: Möglichkeitsräume zu öffnen.
Mehr Hin zu als Weg von.
„Probleme zu finden, ist immer einfacher als Möglichkeiten zu entdecken. Konzentriere Dich auf das, was möglich ist.“
(aus Ein Guter Plan)
Innere Haltung und äußere Form
Eine ganz konkrete Erkenntnis nehme ich aus der Session zu gemeinschaftsgetragenen Organisationen mit:
Die äußere (Rechts-)Form ist nicht das Entscheidende.
Ob GbR, Verein, Genossenschaft oder etwas anderes – WESENtlicher ist, aus welcher inneren Haltung heraus wir diese Form mit Leben füllen.

Für das Konnektiv62 heißt das für mich: Wir brauchen nicht zwangsläufig eine komplexere Rechtsform, um gemeinschaftsgetragen zu arbeiten. Wir können auch mit einer GbR Strukturen schaffen, in denen Verantwortung geteilt, co-kreative Mitgestaltung ermöglicht und jede:r Einzelne in der Gemeinschaft ernst genommen wird.
Gleichzeitig braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung und auch Risiko zu tragen, damit solche Räume überhaupt entstehen können.

Mein persönliches Fazit zum Thema Paradigmenwechsel lautet:
Nicht darauf warten, bis die „die da oben“ entscheiden oder “ die perfekte neue Struktur“ da ist.
Sondern losgehen und anfangen.
Gewissheiten hinterfragen.
Verlernen, um neu zu lernen.
Alternativen in Betracht ziehen.
Das Neue im Bestehenden erproben.
Rahmen und Regeln verändern, die nicht mehr passen.
Gemeinsam weiterforschen.
Es geht darum, Brücken zu bauen zwischen dem, was heute möglich ist, und dem, wie wir morgen miteinander arbeiten und wirtschaften wollen, um zukunftsfähig zu werden.
Danke an alle, die diesen Raum mit uns lebendig gestaltet und mit Liebe gefüllt haben.

Der Termin für nächstes Jahr steht,
wie jedes Jahr: der dritte Donnerstag im September,
In 2027, der 16. September, 14 – 21 Uhr.
In unserem Telegram-Kanal Konnektiv62 Dresden bleibst Du auf dem Laufenden, was – in und rund um das Konnektiv62 herum – passiert.

Montags-Frage
- Wo darfst Du etwas würdigen und Dich davon lösen, um Raum für das zu schaffen, was entstehen will?
- Wofür willst Du mutig sein, und als Brückenbauer:in mitwirken?
Ich wünsche Dir Mut beim Betreten Deiner Möglichkeitsräume,
Katja
P.S. Ein großes Dankeschön an Torsten Busch für die stimmungsvollen Fotos, an dhaliwal’s fürs Kuchenbuffet, an Bailando Dresden für das Catering am Abend, an Thu Trang Sauer fürs Einstimmen und den Nachklang mit Body Percussion und alle weiteren Mitwirkenden und Beitragenden für Eure Großzügigkeit. Und DANKE an Yvonne für unseren Mut im Konnektiv62 und dass Du als Quelle des BarCamps diesen wundervollen Rahmen hältst.



