Ankommen in 2026. Mit der Zukunft vertraut werden

Montags-Impuls #381 Ankommen in 2026

Ich beschäftige mich gern mit der Zukunft.
Nicht, weil ich sie festlegen will.
Sondern weil ich es mag mit ihr in Kontakt zu kommen.

Früher hieß das für mich vor allem: planen, vorbereiten, wenn-dann-Szenarien entwickeln. 
Heute bedeutet es eher: wahrnehmen, spüren, offen bleiben für das, was sich zeigen will.

Future Literacy

Genau darum geht es auch bei Future Literacy –
nur viel bodenständiger, als der Begriff zunächst klingt.

Future Literacy beschreibt die Fähigkeit,
Zukunft nicht nur als etwas Fernes oder gar Bedrohliches zu sehen,
sondern sich mit der Zukunft vertraut zu machen, und sich davon für die Gegenwart informieren zu lassen.

Nicht als Prognose.
Sondern als Orientierung.

Man könnte auch sagen:
Future Literacy ist die Kompetenz,
für die Zukunft empfänglich zu werden –
nicht um zu wissen, was kommt,
sondern um in der Gegenwart stimmigere Entscheidungen zu treffen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um die eine richtige Zukunft.
Sondern um vielfältige mögliche Zukünfte.

Dabei kommen zwei unterschiedliche Haltungen ins Spiel:

  • Futurum:
    Zukunft als etwas, das wir aus den Erfahrungen der Vergangenheit ableiten, vorausschauend planen und steuern wollen.

  • Adventus:
    Zukunft als etwas, das auf uns zukommt.
    Im Entstehen ist. 
    Sich im Hier und Jetzt andeutet, wenn wir aufmerksam genug sind.

Future Literacy verbindet beides –
und legt den Schwerpunkt dort,
wo unsere Zeit es mehr denn je braucht:
bei Offenheit, Beziehungen und Möglichkeitsräumen.

Mit Ungewissheit umgehen

Zukunftssorgen entstehen oft dort,
wo wir glauben, wir müssten alles vorher wissen.
Oder alles unter Kontrolle und im Griff haben.

Eher aus Misstrauen, als aus Vertrauen in das Leben.

In einer Welt, die sich schnell verändert –
klimatisch, technologisch, gesellschaftlich –
funktioniert das immer weniger.

Future Literacy hilft mir, mit Ungewissheit anders umzugehen:

  • statt Sicherheit zu erzwingen, beweglich zu bleiben

  • statt abzuwarten, in kleinen Schritten ausprobieren und wirksam zu werden

  • statt Angstszenarien zu konsumieren, anziehende Zukunftsbilder zu entwickeln

Nicht naiv.
Sondern bewusst.

Gerade der Adventus-Modus verändert dabei für mich viel.
Er lädt ein, Zukunft nicht als fertiges Szenario oder als etwas, dem wir ausgeliefert sind, zu begreifen, sondern als lebendigen Beziehungsraum, dem wir Hier und Jetzt begegnen und gestalten können.

Ich frage dann weniger:
Was wird passieren?
und öfter:
Wozu lädt mich das Leben ein?
Wie begegne ich dem?
Was könnte co-kreativ – aus der Situation und meinem Umgang damit – entstehen?

Möglichkeitsräume

Ganz praktisch zeigt sich dieses Vertrautmachen mit der Zukunft für mich so:

  • ich übe, mehrere mögliche Zukünfte nebeneinander stehen zu lassen

  • ich hinterfrage meine eigenen Annahmen darüber, „wie es kommen muss“

  • ich tausche mich mit anderen darüber aus, statt allein Antworten zu suchen

  • ich erlaube mir, mit Bildern und Geschichten zu arbeiten – nicht nur mit Daten, Zahlen, Fakten

Denn Zukunft folgt nicht dieser Logik.
Zukunft ist Evolution 
Nicht linear.
Nicht berechenbar.
Manchmal überraschend wendig.

Gedanken zum Jahresauftakt

Vielleicht passt der Januar deshalb so gut zu dieser Art, sich mit Zukunft zu beschäftigen.
Er drängt noch nicht.
Er ruft nicht nach Klarheit und Entscheidungen.
Er ist kein Startsignal.

Wenn überhaupt entsteht der Druck woanders:
bei uns.
Kollektiv.
In der Idee, jetzt mit Vorsätzen und großen Sprüngen ins neue Jahr starten zu müssen –
und wenige Wochen später festzustellen,
dass dieser Rhythmus nicht trägt.

Der Januar selbst macht etwas anderes.
Er öffnet einen Zwischenraum.

Ein leises Dazwischen
nach dem, was war,
und vor dem, was Form annimmt.

Hier geht es weniger darum, Zukunft festzulegen.
Und mehr darum, empfänglich zu werden.

Für feine Bewegungen.
Für innere Impulse.
Für Bilder, die noch keinen Namen haben,
aber eine Richtung geben.

Future Literacy im Januar heißt für mich:
nicht alles wissen zu müssen
und trotzdem verbunden zu bleiben.

Zukunft nicht zu verplanen,
sondern ihr zu lauschen.

Mit offenem Geist,
offenem Herzen
und offenem Willen.

In diesen Momenten kann Zukunft landen –
und unsere Gestaltungskraft beginnt.

Ich wünsche Dir Offenheit für dieses Jahr 2026,
Katja

Wenn Du Lust hast, diesen Möglichkeitsraum gestaltend zu betreten:
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Infos & Anmeldung zum Jahresauftakt

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